Witzig, kreativ und unterhaltsam: Der digitale Adventskalender

Die Adventszeit 2020 ist eine andere, als wir sie kennen. Allseits beliebte Adventsbräuche zu streichen ist für einige Klassen und Kurse unserer Schulgemeinschaft undenkbar. Mit dem digitalen Adventskalender wurde kurzerhand eine geeignete Möglichkeit gefunden, auch in dieser Vorweihnachtszeit einander täglich eine Freude zu bereiten und zumindest gedanklich zusammenzurücken. Frau Alof, Leiterin eines Deutsch-Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12, berichtet im Folgenden von ihren Erfahrungen:   

Ein Mann im Weihnachtsmannkostüm sitzt vor dem lodernden Kaminfeuer und liest einen Weihnachtsbrief von Goethe aus dem Jahr 1772 vor, aus einer Wingertsknorz wird durch geschicktes Handwerken ein Adventskranz – und wir sind live dabei. Zu einem Gedicht von Goethe entsteht wie von Zauberhand eine Zeichnung, die den ehrwürdigen Dichterfürsten mit Weihnachtsmütze zeigt. Ein Schüler, der krank zuhause bleiben muss, liest für uns die Weihnachtsgeschichte…

Wingertsknorz als „rhein- hessischer Adventskranz“

Das sind nur ein paar Beispiele für das, was die Schüler und Schülerinnen meines Leistungskurses mit mir und ihrem Kurs geteilt haben: im digitalen Adventskalender über unser Lernmanagementsystem.

Tausendmal besser als Schokolade: witzig, kreativ, äußerst unterhaltsam und digital. Mir macht es jeden Tag große Freude, diese Türchen anzusehen. Und das Beste: Obwohl wir uns jetzt in der Schule nicht mehr sehen, geht‘s noch bis zum 24. so weiter. So bleiben wir noch ein wenig verbunden.

Doch für mich beginnt jetzt der Stress, ich muss nachdenken und versuchen, auch einmal witzig, kreativ und so zu sein – ich habe nämlich das Türchen für den 24. bekommen.

Auch andere Klassen haben die Möglichkeit des digitalen Adventskalenders genutzt und sich mit Rätseln, Rezepten, selbst aufgenommenen musikalischen Beiträgen und vielem Anderen „beschenkt“.

Das ist cool! – Das hat Potenzial! – Das will ich nächstes Jahr wieder!

Hoffentlich macht mein Kurs dann wieder mit.

Text und Bilder: S. Alof

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