„Engineers Week“ am Gymnasium am Römerkastell

Am 15. und 16. April warb der Leiter der University Education IBM aus Mainz bei den Zehntklässlern für Berufe im Ingenieurwesen.

„ Ingenieure sind immer Männer, super intelligent und sehr schüchtern?!“  Wirklich?

Am 15. und 16. April 2008 erwartete die zehnten Klassen einen Einblick ins Ingenieurwesen. Zum dritten Mal fand die „Engineers Week“ am Gymnasium am Römerkastell in Alzey statt.

Das aus den USA stammende Projekt, das es dort schon seit  15 Jahren gibt, soll nun auch in Deutschland Schüler und Schülerinnen für Ingenieurberufe mit technischem und naturwissenschaftlichem Schwerpunkt begeistern. Dazu kam Lothar G. Schmidt, Leiter der University Education IBM, Mainz, mit drei seiner Berufsakademisten an die Schule. IBM ist mit 400 000 Mitarbeitern in 160 Ländern die größte Informationstechnologie- Firma der Welt. Doch warum wird die Eweek gerade an den Schulen durchgeführt? 83% der deutschen Unternehmen erwarten laut Umfrage der VDI Studie einen deutlichen Ingenieurmangel in den nächsten 5 bis 10 Jahren. Schüler sind die Zukunft, daher sollen sie schon sehr früh über mögliche Studiengänge wie das duale BA (Berufsakademie)- Studium informiert werden. „Ich wusste seither nicht, dass es ein Studium gibt, bei dem man abwechselnd alle drei Monate arbeitet und studiert“, berichtet Marcel Hartmann begeistert von der Präsentation.

Um einen Bezug zur Praxis herzustellen, wurde in diesem Jahr das spannende Thema „Motion Tracking“ – Bewegungserfassung – präsentiert. Dieses Anwendungsgebiet und vor allem auch das „Motion Capturing“ – Bewegungsbearbeitung – , sind in der Computer- und Filmindustrie gar nicht mehr wegzudenken, wenn es darum geht, Bewegungen möglichst realistisch darzustellen, wie beispielsweise das Phantasietier „Gollom“ in dem Film „Herr der Ringe“. „Unglaublich für wie viele Berufe man das Ingenieurwesen gebrauchen kann. Selbst Kai Pflaume ist Informatiker“, erzählt Tamara Steffen verblüfft und muss dabei lachen.

Ingenieure können also auch Frauen sein, müssen keine Einser-Schüler sein und sind, wie sich die Klassen nach der Präsentation einig sind, nicht schüchtern!
 

Marie-Luise Raumland und Veronika Roos (AG Öffentlichkeitsarbeit)


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