Kaum ist die Farbe auf den Blättern trocken, beweisen sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums am Römerkastell und Elisabeth-Langgässer-Gymnasiums erneut als Kenner ihres Faches.
Der gemeinsame Kunst-Leistungskurs im Jahrgang 12, der unter der Leitung von Horst Emrich am Römerkastell stattfindet, blühte bereits in den vergangenen eineinhalb Jahren wahrhaftig auf. Dieses Mal präsentiert der Kurs seine Aquarelle im Alzeyer Kaffeehaus in der St. Georgenstraße.
Dort sind elf der Kunstwerke an den Wänden des Cafés zu bewundern, groß und farbig in schlichten, weißen Rahmen, mit welchen Frau Fritz vom Kaffeehaus die Räume beider Etagen ihres Cafés für wechselnde Ausstellungen ausgestattet hat.
Die Schüler zeigen auch hier wieder, ebenso wie bei den Ausstellungen im Mainzer Staatstheater, Ideenreichtum und Engagement.
Schon durch die großen Fenster sieht man zarte Aquarelle ganz unterschiedlicher Inhalte wie eine rätselhafte Komposition mit Laute und Schwert (Rune Wander) oder dekorative Zusammenstellungen modischer Accessoires (Aida Sarhangpour), ein Bild in für die Aquarellmalerei ungewöhnlich gesättigten Farben mit scheinbar nebensächlichen Dingen auf einem Schreibtisch (Larisa Mischanin). Nahe der Theke mit der Kaffeemaschine glänzt ein Bild mit einem italienischen Espressoautomaten (Luise Meiser).
Was die unterschiedlichen Bilder verbindet ist ein ganz offenes Thema: Aquarelle in der der Gattung Stillleben für ein Café! Und so geht es im Obergeschoss weiter mit Kompositionen mit Modepüppchen und Parfümflacons, Sportutensilien, einer venezianischen Federmaske und vielem anderen mehr.
Das Besondere an diesen Aquarellen ist, dass sie nahezu eigenständig gestaltet wurden. So nutzten die Schülerinnen und Schüler die freien Tage während der mündlichen Abiturprüfungen, um ein Jahr vor ihrem eigenen Abschluss in ihrer eigenen Arbeit weiter zu kommen. Somit sind sie nicht nur schön anzusehen, sondern zugleich auch ein Entwicklungsnachweis des Leistungskurses Bildende Kunst des Gymnasium am Römerkastell, der, auch gerade als Team mit Teilnehmern zweier benachbarter Oberstufen, durchaus Erfreuliches zu leisten vermag.
Zu sehen sind alle Bilder in der St. Georgenstraße 22 noch bis sie Anfang Mai von der nächsten Wechselausstellung abgelöst werden.
Lara Karkowsky
