Auslandserfahrung ist wichtig

Am 1. September 2008 wurden die Schüler der Jahrgangsstufe 11 von Erich Stather vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung über Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes informiert.

Am Montag, den 1. September 2008, erhielt das Gymnasium am Römerkastell Besuch von dem Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann und dem Staatssekretär Erich Stather vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Die 11. Jahrgangsstufe hatte in zwei Schulstunden die Möglichkeit, die Aufgaben und Ziele des BMZ kennen zu lernen, über den Freiwilligendienst „weltwärts“ informiert zu werden und anschließend mit den beiden Herren intensiv über Entwicklung und freiwillige Arbeiten zu diskutieren. Um grundlegend einen Einblick in die Arbeit des Ministeriums zu bekommen, erläuterte Erich Stather zunächst sehr überzeugend das Leitmotiv des BMZ: „Knappe Ressourcen sollen gerecht verteilt, die Umwelt für die nächste Generation bewahrt und die Armut verringert werden.“ Voller Stolz erzählte er, dass das BMZ Entwicklungspolitik bereits seit 10 Jahren betreibe und man somit sehr gut den Fortschritt verfolgen könne. Eine sinnvolle Verbesserung liegt zum Beispiel darin, dass die Zusammenarbeit mit anderen Ländern von früher 110 auf nun 60 bis 70 Länder reduziert wurde. Gründe dafür sind zum einen, dass sich mit manchen Ländern die Zusammenarbeit nicht bewährt hat, zum anderen hat man angefangen umzudenken: Es geht darum gesamte Systeme aufzubauen. „Es ist wichtig, dass die Maßnahmen flächendeckend sind und nicht z.B. in einem Ort nur eine Schule gebaut wird.“ Es wird entwicklungspolitische Zusammenarbeit im Rahmen von Länderprogrammen mit Regionen in Asien, Südosteuropa, Lateinamerika, Nordafrika und vielen anderen Ländern betrieben. Der Schwerpunkt der Zusammenarbeit liegt bei Afrika. Die Arbeiten erfolgen nicht ausschließlich durch das BMZ, es gibt auch Kooperationen mit anderen Organisationen wie dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED) oder auch der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ). Für manche der wichtigste Teil der Informationsstunde kam mit dem Thema des freiwilligen sozialen Jahres im Ausland. Der Staatssekretär Stather berichtete über den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“, der von dem BMZ angeboten wird. Hierbei handelt es sich um verschiedene Projekte, die für junge Menschen zwischen 18 und 28 Jahren angedacht sind. Der Einsatz erfolgt in einem Zeitraum zwischen 6 und 24 Monaten und soll das Interesse an der Kultur und den Lebensverhältnissen in Entwicklungsländern wecken. Die Voraussetzungen für die jungen Erwachsenen sind ein Hauptschul- oder Realschulabschluss mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung, Fachhochschulreife oder allgemeine Hochschulreife, die deutsche Staatsbürgerschaft und auch gute Grundkenntnisse der Sprache im Gastland. Selbstverständlich werden Bereitschaft und Engagement zur tatkräftigen Mitarbeit in dem jeweiligen Land vorausgesetzt. Die Projekte der Entsendeorganisation decken die unterschiedlichsten Bereiche ab: Projekte in sozialen Einrichtungen, Landwirtschaftsprojekte, Umweltprojekte und Projekte im Bereich Bildung. Auf die für viele junge Menschen wichtigste Frage „Was kostet mich das?“ hat der Staatssekretär eine gute Antwort. „weltwärts“ kostet für die Vorbereitung und den Einsatz im Ausland nichts, jeder Teilnehmer bekommt im Monat mindestens 100€ Taschengeld und die Reise- und Versicherungskosten werden ebenfalls übernommen. Hierzu steht jährlich ein Finanzvolumen von 70 Millionen € für 10.000 Einsatzplätze zur Verfügung. Ein sehr positiver Punkt vor allem für junge Männer ist, dass der Auslandseinsatz anstelle des Zivildienstes geleistet werden kann. Der Staatssekretär Stather beendete seine informationsreiche Vorstellung mit den Worten: „Wir geben den jungen Menschen die Chance, eine Zusatzqualifikation zu erhalten, denn Auslandserfahrung ist heutzutage ganz ganz wichtig.
Alina Hammer (AG Öffentlichkeitsarbeit)

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