Ausstellung „Upcycling – Alltagsgegenstände aus Müll“ im Burggrafiat

 

Die Vernissage am 25. August 2013 bildete den Auftakt der diesjährigen gemeinsamen Ausstellung der Alzeyer Gymnasien „Upcycling – Alltagsgegenstände aus Müll“ im Burggrafiat.

 

Bürgermeister Christoph Burkhard begrüßte die zahlreichen Gäste, die die städtischen Galerie am Sonntag Vormittag besuchten. Bei der Eröffnung, die im Rahmen des Partnerschaftstreffens anlässlich der Jubiläen der Städtepartnerschaften mit Josselin und Harpenden stattfand, waren auch Gäste der Partnerstädte anwesend.
In seinem Vortrag zeigteRoland Horne, Leiter der Landeszentrale für Umweltaufklärung, den gesellschaftlichen Rahmen auf, in dem die Arbeiten zum Thema Upcycling zu sehen sind. Nur aufgrund der günstigen Energie ist der Lebensstandard in Europa überhaupt möglich. Ein Umdenken in Richtung einer nachhaltigen Wirtschaft mit weniger Ressourcen- und Energieverbrauch wird immer dringlicher – denn es scheint sicher: „Change will come – by design ordisaster“.Sabine Weigel, Kunsterzieherin am Landeskunstgymnasium, griff in ihrer Einführung zu den einzelnen Arbeiten die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie die Gestaltung hierzu beitragen kann, auf und erläuterte die vielfältigen Anknüpfungspunkte in der Kunst. Beginnend mit der Umdeutung von banalen Alltagsgegenständen als Kunstobjekte im Ready Made des beginnenden 20. Jh. bis zu aktuellen Ansätzen in Design und Architektur wurde immer wieder „Müll“ als Materialbasisverwendet.Erst der andere Blick auf den Müll und das Erkennen der darin steckenden Potentiale ermöglicht die Neuinterpretation im Sinne des Upcyclings.
Die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler des Elisabeth-Langgässer Gymnasiums, des Landeskunstgymnasiums und des Gymnasiums am Römerkastell zeigen dies in vielfältigen Ansätzen. Lampen aus Kronkorken und Strohhalmen leuchten im ersten Raum, während die Besucher danachauf überdimensionale Pflanzen treffen. Die Kombination von Verpackungen wie Joghurtbechern zu fantastischen Architekturszenarien, die Gestaltung von Pokalen für einen fiktiven Upcycling-Award und Fotomontagen, die scheinbare Idyllen mit den Überresten des modernen Lebens konfrontieren, sind als weitere Exponate in der Ausstellung zu besichtigen.
Die Galerie ist bis zum 1. September täglich jeweils von 15 bis 17 Uhr, am Samstag und Sonntag auch von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
 
Bernd Kammer

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