Am vergangenen Freitag, den 25. Mai 2012, flossen gegen 23 Uhr vor unserer Schule viele Abschiedstränen. Der Grund dafür war der Abschied der deutschen Schüler von ihren französischen Austauschpartnern.
Der Austausch mit den französischen Partnerstädten Josselin und La Trinité fand dieses Jahr zum 39. Mal statt. Je 47 Schüler aus Frankreich und Deutschland nahmen an diesem Austausch teil. Am 15. Mai war es endlich soweit gewesen: Die deutschen Schüler durften ihre französischen Austauschpartner aus Josselin und La Trinité gegen 19 Uhr in Alzey begrüßen. Für die deutschen Schüler war dies ihr erster Austausch. „Es war aufregend neue Schüler aus einem anderen Land kennen zu lernen“, erzählten die Neuntklässler Larissa und Peter, „vor allem weil wir zum Zeitpunkt des Austauschs erst ein Jahr Französisch hatten und die Franzosen weder Englisch noch Deutsch sprachen“. Die Schüler aus zwei unterschiedlichen Ländern verstanden sich jedoch auf Anhieb gut und waren sehr aufgeschlossen.
Nachdem die deutschen Schüler bei ihrem Aufenthalt in Josselin und La Trinité schon einige Sehenswürdigkeiten, wie z.B. St. Malot oder Mont St. Michel, eine Insel, die früher nur bei Ebbe zu erreichen war, besichtigt hatten, wurden nun auch den französischen Schülern und Lehrern ein Teil Deutschlands gezeigt. Besonders gut gefielen den Austauschschülern die Ausflüge am 18. Mai nach Frankfurt am Main und am 23. Mai nach Heidelberg, wobei die Fahrt nach Frankfurt in den Augen der französischen Schüler noch etwas schöner war, weil die deutschen Schüler ihre Austauschpartner an diesem Tag begleiteten. An den Wochenenden hatten die Schüler sowohl in Frankreich als auch diesen Mai in Deutschland Zeit, individuell etwas mit ihren Gastfamilien zu unternehmen, wobei sich jedoch einige Familien zusammenschlossen und gemeinsames Programm zu machten.
Am 25. Mai hieß es für die Franzosen jedoch: „ Au revoir, mes amis“, und es wurde tränenreich Abschied von den neugewonnenen Freunden genommen.
„Somit war auch dieser Austausch wieder ein voller Erfolg, bei dem man ein neues Land und eine neue Kultur kennen lernen und neue Freunde gewinnen konnte“, freute sich Französischlehrerin Stefanie Heil, die zusammen mit ihrer Kollegen Kathrin Schick den Austausch betreute. Eine Chance, die man nicht bei jedem „Urlaub“ bekommt.
Rovena Reznicek (AG Öffentlichkeitsarbeit)
