Damit hatte nun keiner gerechnet

Mit Sinus, Logarithmus, Potenzgesetzen, Volumenberechnung und vielem mehr muss man sich auseinandersetzen, wenn man am MoG, dem Mathematik ohne Grenzen Wettbewerb teilnehmen möchte. Und das hat die 10 a des Römerkastelles in Alzey erfolgreich gemacht, wie sich am 27 Mai in der Schott Ag Mainz herausstellte.

Schon vor einigen Wochen hatte Frau Heitholt, die betreuende Lehrerin, einen Testdurchlauf gestartet, der mit fast voller Punktzahl bestanden wurde. Die Klasse teilte sich dafür in Dreiergruppen auf, die jeweils eine Aufgabe bearbeiten sollten. Da der Wettbewerb ursprünglich aus Frankreich kommt, behielt man es bei, dass die erste Aufgabe in einer fremden Sprache gelöst werden muss. Zur Auswahl standen Französisch, Englisch und Spanisch. Die Sprachbegabteren nahmen sich also diese erste Aufgabe vor, die in Mathe Stärkeren die 10-Punkte-Aufgaben und somit konnte jede Gruppe ihre Aufgabe schnell lösen. Da dieser Testdurchlauf so gut geklappt hatte, ging die 10 a optimistisch an den eigentlichen Wettbewerb heran. Es gab 10 Aufgaben, die ohne Hilfe von Mathebuch oder Lehrerin in 90 Minuten zu lösen waren. Die Abgaben der ersten fertigen Aufgaben erfolgten schon nach ungefähr einer halben Stunde. Nachdem die erste Stunde rum war, begann die heiße Phase. Einige Gruppen hatten Schwierigkeiten mit ihren Aufgaben, sodass zum Teil sieben Schüler an einer Aufgabe saßen. Oft wurden auch Sätze wie „Kann jemand gut zeichnen?“ oder „Weiß noch jemand, wie das mit dem Sinus war?“ durch die Klasse gerufen. Gegen Ende hin wurde es dann hektisch. Die Zeichnungen waren noch nicht fertig, bei einer anderen Aufgabe hatte man noch immer nicht den richtigen Lösungsweg und bei anderen zweifelte man, ob der gefundene der richtige war. Aber trotz aller Hektik wurde jede Gruppe rechtzeitig fertig und kein leeres Blatt landete auf dem Lehrerpult. Umso erstaunter war die Klasse, als Frau Heitholt mit der Einladung zur Preisverleihung nach Mainz in den Klassenraum kam.

Am Dienstag ging es dann also mit dem Zug nach Mainz zum Gastgeber der Preisverleihung. Die Schott Ag hatte einen kleinen Empfang vorbereitet mit Schoko-und Müsliriegeln, Obst und Getränken. Pünktlich um halb elf wurden die Gewinner in den Veranstaltungsraum geführt. Hier wurde als Eröffnung ein Mathematik-Trailer gezeigt, in dem die teilnehmenden Schulen mit den Klassenfotos, präsentiert wurden, was einiges Gelächter hervor rief. Neben Worms und Alzey waren auch Nieder-Olm, Ingelheim und viele mehr dabei. Im Anschluss hielten Herr von Vultejus, der Vertreter der Firma Schott, und Frau Schweikert, die Wettbewerbsleiterin der Region, eine Begrüßungsrede, in der sie betonten, dass Mathematik in unserem weiteren Leben immer eine große Rolle spielen wird. Auch Frau Gabriele Lapport, die erste Vorsitzende des Vereins zur Förderung des Wettbewerbs Mathematik ohne Grenzen, begrüßte die Klassen und gab Auskunft über die Daten und Fakten des Wettbewerbs, den es nun schon seit 25 Jahren gibt. Die „Banana Brass Band“ des Frauenlob-Gymnasiums sorgte für die musikalische Untermalung der Veranstaltung. Vor der Mittagspause hielt Herr Thomas Vogt, Fachleiter für Mathematik am Studienseminar Bad Kreuznach, einen recht interessanten Vortrag über Cam Carpets in Fußballstadien. Auch in der Pause war bestens für das leibliche Wohl der Gewinner mit Pizza und vielen verschiedenen Sandwiches gesorgt. Nachdem sich alle gestärkt hatten, kam der Programmpunkt, auf den alle gewartet hatten: die Preisverleihung. Zuerst wurden zwei Sonderpreise an die beste BBS und den besten Grundkurs verliehen. Dann kamen die 9. und 10, Klassen und die Aufregung der 10 a wuchs. Der dritte Platz ging mit 57 Punkten an eine Klasse aus Mainz. Die Spannung wuchs weiter. Der zweite Platz ging mit 59 Punkten an eine Klasse aus Nieder Olm und damit war klar, dass die 10 a aus Alzey den ersten Platz gemacht hatte. Lautstarker Jubel brach in den Reihen der 10 a aus, damit hatte nun wirklich keiner gerechnet. Sie waren mit 60 Punkten aus 3698 Schülern die besten dreißig und gewannen ein Preisgeld von 200 Euro, einen Pokal und einen Gutschein für einen Besuch der Dunkelbar des Schlosses Freudenberg in Wiesbaden. Nachdem noch etliche Fotos gemacht waren, ging es mit dem Zug wieder nach Hause.

Saskia Knell

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