Ist es ein Privileg, lernen zu können? Das ist es, auch wenn es uns Schülern manchmal nicht so scheint. Acht Mädchen der Klasse 9a des Gymnasiums am Römerkastell in Alzey setzen sich im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft RökAfrika für afrikanische Schüler ein.
Die AG unterstützt das Internat Centre de Formation Professionelle aus Ruanda, das 2012 mit dem Röka eine Partnerschaft einging. Die deutschen Schülerinnen verkauften am 7. Mai 2014 „Nüsschen zum Muttertag“, ein ruandisches Nationalrezept. Auf diese Weise konnten die Rökaianer „zweimal Freude schenken“, wie es Tanja Schäfer, die Leiterin der AG, auf den Punkt brachte. Die Mütter freuten sich über die Leckereien und die Berufsschule in Ruanda konnte mit 140€ unterstützt werden. Für die 14 bis 21-jährigen Schüler soll ein Workshop-Gebäude errichtet werden, in dem sie handwerkliche Berufe besser erlernen können. Des Weiteren besteht ein Briefkontakt mit den Internatsschülern aus Ostafrika und das Röka wird regelmäßig mit Fotos und Berichten über die Fortschritte des Baus informiert. Alle Naschereien, die die Schülerinnen in ihrer Freizeit gebacken hatten, wurden verkauft und besonders die Schüler der Orientierungsstufe freuten sich über diese Aktion. Die Arbeitsgemeinschaft will sich auch in Zukunft für das Soziale einsetzen. Klara Nienhaus und Inka Müller über ihre Motivation: „Wir merken, wie gut es uns geht und wollen unseren Brieffreunden aus Ruanda auch eine gute Bildung ermöglichen.“ Damit drücken die beiden Mädchen das aus, was uns allen klar sein sollte. Bildung ist ein Privileg und ermöglicht uns, etwas in unserem Leben zu erreichen.
Vanessa Fatho (AG Öffentlichkeitsarbeit)
