Der Antrag beim Ministerium ist eingereicht: Die Schulgemeinschaft wartet darauf, dass aus den brieflichen Kontakten zu einer Berufsschule in Ruanda eine offizielle Partnerschaft wird.
Die Idee zu einer Partnerschaft zwischen dem Römerkastell und dem „Centre Formation Professionel“ stammt von Nora Gersie, einer ehemaligen Schülerin der Schule. Die Abiturientin des vergangenen Jahres leistete ihr freiwilliges soziales Jahr an der Berufsschule in Ngarama ab. Ihre Anregung griff die Schulleitung begeistert auf und seit dem Frühjahr des Jahres 2012 befinden sich die Schülerinnen und Schüler der Klassen 10a und 10b im Briefkontakt mit den Jugendlichen aus Ruanda, die im Schnitt zwei bis drei Jahre älter sind als sie selbst. Betreut wird das Ruanda-Projekt von Tanja Schäfer, die mit Christine Müller, Referentin vom „Förderverein Ruanda-Alzey-Worms e.V.“, eine kompetente Unterstützung gefunden hat. „Aus organisatorischen Gründen entschieden wir uns, die beiden damaligen 9. und jetzt 10. Klassen in das Projekt einzubeziehen, da sie über ausreichend Fremdsprachenkenntnisse verfügen, um sich mit den Jugendlichen aus Ruanda schriftlich auszutauschen. Außerdem befinden sich die Schüler noch im Klassenverband, was die Organisation ebenfalls erleichtert“; erläutert die Lehrerin. Unterstützt wird Tanja Schäfer von Annegret Werner und Marleen Vogt, den beiden Englischlehrerinnen der 10. Klassen, die im Unterricht die Schüler über das kleine Land in Afrika informierten und den Briefkontakt begleiten. „Bis jetzt haben wir einen Brief erhalten, der einen Steckbrief und das Bild des jeweiligen Brieffreundes enthält und haben uns selbst in einem Brief vorgestellt“, erzählt Korinna Müller. Ihre Mitschülerin Svenja Remmler führt aus, dass es Spaß mache, die erworbenen Englischkenntnisse nun anzuwenden und eine fremde Kultur kennen zu lernen. Die nächste Station hin auf dem Weg zur angestrebten Schulpartnerschaft markiert der Informationsstand der Schüler auf dem Volkermarkt am 1. September in Alzey, den die Jugendlichen gemeinsam mit Christine Müller und ihren Lehrerinnen gestalten werden. Der Erlös soll ebenso wie die Kollekte von 330 Euro des Schuljahreseröffnungsgottesdienstes an die Berufsschule gehen. Im Blickpunkt stehen dabei die Finanzierung konkreter Projekte, wie beispielsweise der Kauf von Betten für die Schüler, die aufgrund der weiten Entfernungen in der Berufsschule wohnen. Der Antrag für die Schulpartnerschaft liegt dem Ministerium des Inneren, für Sport und Infrastruktur vor, berichtet Tanja Schäfer und hofft auf eine baldige Realisierung. Da in diesem Jahr das 30-jährige Jubiläum der Partnerschaft zwischen Rheinland-Pfalz und Ruanda gefeiert wird, wäre es auch ein schöner Zeitpunkt.
(AG Öffentlichkeitsarbeit)

