Ob Katy Perry oder Pharrell Williams, für die Schüler der Klasse 8d gehört Musik hören zum Alltag wie das Zähne putzen. Auf dem Schulweg, bei den Hausaufgaben, beim Duschen, eigentlich überall machen schöne Melodien den Tag bunter. Doch wie war das eigentlich früher?
„Wir haben uns die Frage gestellt, welche Musik die Jugendlichen um die Zeit des 2. Weltkrieges gehört haben“, erzählt Celine. Auf welche Weise und wie oft haben sie Musik gehört? Was hat ihnen die Musik bedeutet und wer waren die Stars und Sternchen vor 70 Jahren?
Um Antworten auf diese Fragen zu finden, beschloss die Klasse die Menschen zu befragen, die die 40er Jahre live miterlebt haben. „Oft waren es die eigenen Großeltern und manchmal Menschen, die in einem Seniorenheim leben“, erklärt eine der Schülerinnen. Die Ergebnisse dieser Umfrage waren für die musikinteressierten Teenager sehr spannend, denn besonders beliebt waren bei den älteren Leuten z.B. Stücke wie „Lili Marleen“ oder „Kriminal Tango“, die die Schüler meist gar nicht kannten.
Bei der Auswertung ihrer kleinen Interviews machte die Musiklehrerin, Jutta Walther, der Klasse schließlich einen Vorschlag: Sie wollten einige der am häufigsten genannten Lieder einstudieren und eine Choreographie dazu ausarbeiten.
Als dieser Gedanke auch bei den Schülern zündete, machten sie sich gleich an die Umsetzung und die Musikstunden waren von da an angefüllt mit singen, choreographieren und organisieren. „Wir haben Gruppen gebildet, die sich ein Lied aussuchen und es dann einproben durften“, berichten Jan und Lennart.
Die ganze Klasse war mit Feuereifer dabei, denn das Projekt sollte einen ganz besonderen Abschluss haben: Alle einstudierten Lieder und Choreographien sollten den Senioren im „Haus Michael“ – einem Altenpflegeheim in Alzey – vorgeführt werden.
Durch Vermittlung von Helga Schumacher konnte die engagierte Lehrerin den 12. März mit der Heimleitung als Aufführungstermin festlegen.
Als dieser aufregende Tag endlich kam, war alles bereit: „Mit unseren Requisiten und Kostümen bepackt, wanderten wir alle gemeinsam zum ´Haus Michael´“, beschreibt Laura. Nervös betraten die jungen Sänger den großen Saal in dem Seniorenheim, doch als das erste Lied begann und die Schüler die erwartungsvollen Gesichter ihrer Zuhörer sahen, war das Lampenfieber bald verflogen.
Einige der Omas und Opas sangen sogar mit. Vor allem bei der Liedzeile „Vor der Kaserne vor dem großen Tor“ fielen die Senioren mit ein und es wurde das eine oder andere Erinnerungstränchen vergossen.
„Gerade das war für uns ein großes Kompliment.“ versicherte Franzi, als der Auftritt vorbei war.
Im Alltag werden die Schüler wohl bei Katy Perry und Co bleiben, doch der ein oder andere Ohrwurm und vor allem die unvergesslichen Momente ihres Auftrittes bleiben den Schülern zurück.
Rahel Krieger (AG Öffentlichkeitsarbeit)
