Energiesparen, ein Schwerpunktthema der Umwelt-AG

Im Jahr 1996 begann die Umwelt-AG des Gymnasiums am Römerkastell in Alzey intensiv in der Schule Energie zu sparen. Dazu wurden aus jeder Klasse zwei Schüler zu Energiefachleuten von der Umwelt-AG ausgebildet.

Diese achteten auf ausreichende Beleuchtung, richtiges Lüften der Klassensäle und eine angemessene Klassenraumtemperatur. Zusätzlich wachten so genannte „light-watcher“ in den Pausen auf ausgeschaltete Lampen in den Sälen und Fluren sowie geschlossene Fenster und Türen während der Heizperiode. Vertraglich sicherte der Schulträger zu, die dadurch erzielten finanziellen Einsparungen mit der Schule hälftig aufzuteilen. So kam das Projekt zu dem Namen „fifty-fifty-Vertrag“.
Die erfolgreichen Maßnahmen beim Energiesparen sollten aber nicht mehr länger nur in der Schule verbleiben. 2006 wurde deshalb ein weiterer Schritt beim Energiesparen unternommen. Die Umwelt-AG rief das „Win-Win-Projekt“ ins Leben. Hierbei wird versucht den Gedanken des fifty-fifty-Vertrages im Elternhaus zu verankern. Durch den Namen „Win-Win“ wird der dabei erzielte Gewinn für Eltern und Kinder sowie für das Klima besonders deutlich.
Beim „Win-Win-Projekt“ bietet unter anderem ein Lernparcours den Jugendlichen die Möglichkeit sich mit dem Energiesparen auseinander zu setzen.
Dabei wird die Endlichkeit fossiler Energieträger ebenso deutlich gemacht wie die Chancen der erneuerbaren Energien.
Die Kinder erhalten Einblick in Stromrechnungen und lernen diese zu verstehen. Dabei werden auch Angebote von Stromanbietern mit regenerativer Energie diskutiert.
Mit Hilfe eines Fahrradergometers lässt sich Energie für jeden erfahrbar machen und so werden die Schülerinnen und Schüler hier besonders für die verantwortungsvolle Nutzung von Energie sensibilisiert.
Das Erlernen des Umgangs mit unterschiedlichen Messgeräten, die den Kindern auch ausgeliehen werden, gibt ihnen die Möglichkeit anschließend „Energielöcher“ zu Hause selbstständig ausfindig zu machen, zu beurteilen und wenn möglich zu beseitigen.
Neben vielen Anregungen zum Einsparen von Energie im häuslichen Lebensbereich lernen die Schülerinnen und Schüler auch Energielabel für den Neukauf von Elektrogeräten kennen.
So sollen die Jugendlichen durch den Parcours in die Lage versetzt werden gemeinsam mit allen im Haushalt lebenden Personen die energetische Situation in ihrem Haushalt zu erfassen, Energiesparmaßnahmen zu diskutieren und anschließend um zu setzen.

Die Umwelt-AG erhielt für Win-Win im Jahr 2007 den Umweltpreis des Landes Rheinland-Pfalz.
Im April 2009 stellte die Arbeitsgemeinschaft ihr Projekt in einem Workshop auf der UNESCO Weltkonferenz in Bonn vor.
Noch im selben Monat präsentierte sie vor achtzig Lehrerinnen und Lehrern
Ihr Win-Win-Projekt auf der landesweiten Auftaktveranstaltung der beiden Ministerien für Bildung und Umwelt , die Win-Win gerne in jeder Schule verankern möchten.
Im September 2009 wird sie, wie jedes Jahr, auf der Ganztagsschulmesse in Mainz wieder vertreten sein.

Auch im neuen Schuljahr werden wieder alle Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe aufgefordert, am Win-Win-Projekt teilzunehmen.
Zukinft denken - nachhaltig handeln

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