Es gibt Situationen, da wünscht man sich himmlischen Beistand: Wenn wieder die ganze Welt auf einem herumhackt, wenn man im Mittelpunkt des allgemeinen Spotts steht, wenn einfach nichts so läuft, wie es soll. Was geschähe, wenn in einem solchen Augenblick tatsächlich ein Engel vom Himmel herabstiege, um seine Hilfe anzubieten? Darum ging es im Musical: "Wie Engel in der Schule helfen“.
Die schüchterne Sabrina (Salomé Wedemeyer/Lena Marie Gill/Lena Schmetzer) wird von den Klassenkameraden ausgenutzt und gemobbt. Zur gleichen Zeit im Himmel tanzt der vorlaute Engel Angelina (Katharina Volland/Marlene Bischmann/Clarissa Brauns) aus der Reihe. Zur Strafe wird sie auf die Erde hinunter geschickt, wo sie am Beispiel von Sabrina lernen soll, sich auch mal um andere zu kümmern. Mit Unterstützung ihres obersten „Chefs“, viel Redekunst und allerhand Musik gelingt es Angelina schließlich, Sabrina Selbstvertrauen zu vermitteln. Das Mädchen lernt, sich gegen die Ungerechtigkeiten des Schulalltags zur Wehr zu setzen – und das auch da, wo sie nicht selbst betroffen ist. Bis zur Premiere hat das Stück den Darstellern um Chorleiterin Alexandra Quarck einiges abverlangt.
Der Römerchor, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der fünften bis neunten Klasse, hat ein Jahr lang bis zu vier Mal wöchentlich geprobt, bis das Programm endlich saß. Dabei war die Arbeit mit dem Einstudieren der Songs, Sprechrollen und Tanzeinlagen noch nicht erledigt; die Gruppe fertigte auch Bühnenbild und Requisiten in Eigenarbeit an. Vor allem für diejenigen Schüler, die mit dem Musical ihre persönliche Bühnenpremiere feierten, waren dabei der Rückhalt und die Unterstützung in der Gruppe besonders wichtig. Als Ort für die Präsentation ihres Musicals wählten die „Engel“ die katholische Kirche Alzey. Dabei spielten sie quer durch den Innenraum – auf der Empore, mitten im Publikum und natürlich vorne im Altarraum. Drei Mal erzählten sie dort Sabrinas Geschichte – drei Mal klatschte das Publikum begeistert Beifall. Der Aufwand und die Mühe, die alle Beteiligten in das Stück investiert haben, hat sich bezahlt gemacht.
Simone Mölbert (AG Öffentlichkeitsarbeit)
