Mit diesen Worten beginnt das Theaterstück „TV Nonstop“ der Theater-AG II, das am Montag, den 11. November 2013 im Unterhaus Mainz sein Comeback gefeiert hat. Unter der Leitung von Susanne Reinsch und mit der fast vollständigen Original-Besetzung ist es den jungen Schauspielern gelungen, den Zuschauern einen unterhaltsamen Abend zu bieten.
Zur Erinnerung: Im Zentrum der Handlung steht das Ehepaar Jutta und Gregor, das sich nach den Jahren auseinandergelebt hat und eher gegensätzliche Vorstellungen hat, wie sie ihren Abend verbringen wollen. Jutta würde am liebsten die ganze Zeit fernsehen, Gregor dagegen hofft, mit einem neuen Bett die eingerostete Ehe auffrischen zu können.
Während also Gregor mit viel Optimismus und Tatkraft das neue Bett aufbaut, prallt alles an Jutta ab und der Zuschauer begibt sich mit ihr auf eine Reise durch die Welt der Fernsehunterhaltung. Dabei werden mit einem Augenzwinkern bekannte Persönlichkeiten und Formate veralbert. Nicht nur das Fernsehprogramm hält einige absurde Situationen für den Zuschauer bereit, wenn zum Beispiel das Finale von „Eber sucht Sau“ ausgestrahlt wird und selbst das Vampirfilmgenre nicht verschont wird; auch auf dem heimischen Sofa spitzt sich die Lage zu. Jutta interessiert sich nur noch dafür, was als nächstes läuft und betrachtet ihren Mann als Störquelle, der jedoch kommt dem Wahnsinn immer näher…
Kyra Klos aus der MSS 13, die auf Initiative der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen schon zum zweiten Mal mit der Theater-AG im Unterhaus aufgetreten ist, hat wie alle Schauspieler mehrere Rollen übernommen. Das Lernen der Texte für ihre drei Rollen, die Darstellung eines Kriegsopfers, eines Gangsters und die überspitzte Darstellung einer Frau aus bildungsferneren Schichten, ist ihr nicht schwer gefallen. Bei den Proben hat sie schon gemerkt, dass sie den Text von der Erstaufführung im Februar noch immer beherrschte.
Aufgeregter als bei einem Auftritt in der Schulturnhalle war sie auch nicht, obwohl die Vorstellung im kleinen Saal des Unterhauses gut besucht war.
Die Komödie konnte durch ihre stimmige Inszenierung auch beim Mainzer Publikum überzeugen. Dazu trugen vor allem die spielfreudigen Darsteller, die pointierten Dialoge und das interessierte Publikum bei, das mit seinem Beifall nicht sparte.
Clara Markfort (AG Öffentlichkeitsarbeit)
