Jazz meets Römerkastell – Eine Reise zu den Rhythmen des Jazz

Goldene Saxophone und Trompeten leuchten im Scheinwerferlicht, die Bühne vibriert unter den tiefen Tönen des Basses und den rasanten Rhythmen des Schlagzeuges. Bunte Scheinwerfer geben dem Raum eine besondere Atmosphäre, das Publikum schaut gespannt auf die spielenden Musiker, die Swing und Jazz zum Besten geben. Doch wir befinden uns nicht in den Südstaaten der USA, der Heimat des Jazz, sondern in der Mensa der beiden Alzeyer Gymnasien. Denn dort gab die Römerband und die Jazz-Combo des Gymnasiums an Römerkastell am Freitag, den 13. November 2015,  ein Jazzkonzert, bei dem sich Elvis Presley, Whitney Houston und Benny Goodman für einen Abend vereinten. Die Zuschauer erwartete ein abwechslungsreiches Programm, welches von Jazz und Swing bis hin zu modernen Klassikern reichte. Die Römerband ist die Bigband des Gymnasiums und wird seit 2011 von Christian Follmann geleitet, der an diesem Abend eine Doppelrolle zu erfüllen hatte. Denn auch die Jazz-Combo steht unter seiner Leitung, die er selbst als Trompeter unterstützt. Die Combo setzt sich zusammen aus Schülern des diesjährigen Musik Leistungskurses der Jahrgangsstufe 12.

Punkt sieben Uhr begrüßte die Band mit dem Klassiker „I got you“ von James Brown ihr Publikum. Johanna Wagner und Niklas Baumgarten führten die Zuhörer auf amüsante und charmante Weise durch den schwungvollen Abend und luden sie ein, in eine Traumwelt des Jazz mitzukommen. Zusammen mit den Musikern begab sich das Publikum auf eine Reise durch die Welt des Swing und Rock`n`Roll, angefangen bei Elvis Presley, der mit Häftlingen Musik machte und so dem „Jailhouse Rock“ zu seinem Erfolg verhalf. Die Zuhörer fühlten in „Mercy, Mercy, Mercy“ mit einem Mann, dessen große Liebe seine Zuneigung nicht erwidert, und lernten mit Josef Zawinul in „Birdland“ fliegen. Highlights der Reise durch den Jazz waren „Bari Bari Good“ und „Ballad for Benny“. Zwei großartige Solostücke, die gegensätzlicher nicht sein könnten: Wo sich die Zuhörer bei „Ballad for Benny“ in den weichen Melodien der Soloklarinette, gespielt von Niklas Baumgarten, verloren, bestaunten sie den Facetten- und Oktavenreichtum des Baritonsaxophons, gespielt von Marcel Kachel in „Bari Bari Good“. Ein Stück von Andy Clark, dem es damit gelang, einem Instrument ein Lied zu widmen, das sonst vermutlich nie ein längeres Solo bekommen hätte. Diese beiden Stücke blieben nicht die einzigen Soli an diesem Abend. Das Publikum bekam sowohl von der Römerband als auch von der Jazz-Combo hochwertige Soli  geboten. So begeisterten aus der Combo Philip Weyand am Klavier, Philipp Schäfer am Bass und Michael Friedrich am Schlagzeug die Zuhörer mit „Running“, welches das Publikum gut 10 Minuten in Atem hielt. In der Band überzeugten besonders Svenja Remmler am Saxophon und Paul Gosse an der Posaune, die ebenfalls jeweils bei mehreren Stücken einen Solopart übernahmen. Mit dem potentiellen Soundtrack für den nächsten Actionfilm „Firestar“ ging die Reise zu den Rhythmen des Jazz mit begeistertem Applaus zu Ende. Der Schulleiter Gerhard Langkabel lobte das Engagement der Schüler und endete mit dem Satz:“ Es war ein wirklich wunderschöner Abend.“

Saskia Knell

Jazz meets Römerkastell

 

 

 

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