Jugendbuchautorin aus Frankreich besucht Französisch-Leistungskurs am Gymnasium am Römerkastell

Am Montag, den 13. Oktober 2014, besuchte die französische Schriftstellerin Frédérique Niobey Oberstufenschüler des Gymnasiums am Römerkastell in Alzey. Die Veranstaltung erfolgte im Rahmen des „Prix des lycéens allemands“. Bei diesem Projekt des Instituts français treten vier französische Autoren mit ihren jeweils aktuellen Jugendbüchern gegeneinander an. Die Jury besteht in diesem Fall aus deutschen Französischkursen, die bundesweit das beste Buch wählen. Auch der Französisch-Leistungskurs der Jahrgangsstufe 12 von Miriam Weisrock nimmt an diesem Projekt teil.

Frédérique Niobey lebt in der Bretagne auf dem Land und hat bereits mehrere Jugendromane veröffentlicht, die meist von Problemen Jugendlicher in Hochhaussiedlungen handeln. Ihr aktuelles Buch „Sur le toit“, mit dem sie beim „Prix des lycéens allemands“ antritt, handelt von Jugendlichen in einem Vorort, die sich auf dem Dach eines Hochhauses treffen, um einen Film über ihre sehr schwierigen Lebensgeschichten und ganz persönlichen Gedanken zu drehen.

Der Nachmittag fing mit einer Begrüßung durch die stellvertretende Schulleiterin Almut Grode und Thibaut Triqueneaux, dem attaché de coopération des Instituts français, an und ging dann über in eine interessante Lesung mit anschließender Fragerunde, während der die Schüler zahlreiche Fragen über den Roman und den Beruf eines Autors stellen konnten, die ausführlich von Frédérique Niobey beantwortet wurden. So kam zum Beispiel heraus, dass Niobey schon immer den Wunsch hatte, zu schreiben und dass die Idee zu „Sur le toit“ durch ein Schreibwerkstattprojekt mit Jugendlichen in einer sozialen Einrichtung entstanden ist. Die größte Freude hat die Autorin aber daran, dass ihre Literatur den Weg nun auch zu deutschen Schülern findet, wie sie weiterhin erklärte. Nach dem offiziellen Teil freuten sich schließlich alle auf das von den Schülern vorbereitete Büffet, um den Nachmittag in entspannter Atmosphäre ausklingen zu lassen, der für alle eine besondere Erfahrung war und bei manch einem das Interesse und Verständnis für französische Literatur stärkte. (Marek Legris)

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