Junge Politiker besuchen das Römerkastell

 
Am Mittwochabend, den 25. April 2012, fand am Gymnasium am Römerkastell in Alzey eine Podiumsdiskussion statt.

 
 
Dazu fanden sich der Landesvorsitzende der Schüler Union, Marc Philipp Janson, der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen, Nicolas Katte, und die stellvertretende Kreisvorsitzende der Jungsozialisten Alzey-Worms, Julia Loos, ein.

Die Landessprecher der Grünen Jugend sowie die Links Jugend waren – trotz Einladung – leider nicht vertreten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Gäste konnte die Diskussionsrunde beginnen, wobei Schüler und Lehrer gleichermaßen reges Interesse bekundeten. Die Debatte reichte von bildungspolitischen Angelegenheiten über das Thema Datenschutz bis hin zur Frage der Aktualität der Parteien.

Vor allem das Thema Datenschutz war von immenser Bedeutung für das Publikum. So wurde heftig diskutiert, ob das Unternehmen „Facebook“ oder der deutsche Staat stärker in die Privatsphäre der Nutzer oder der Bürger eingreift. Hierbei wurden die unterschiedlichen Auffassungen der Gäste sowie der Zuschauer deutlich.

Der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen sprach sich dafür aus, Facebook zu vertrauen. Dort könne man immerhin selbst entscheiden, welche Daten man preis gibt. Außerdem habe man die Möglichkeit, sich jederzeit abzumelden, so Nicolas Katte. Diese Meinung rief wiederum einigen Widerspruch aus dem Publikum hervor. Viele Zuhörer, aber auch die jungen Politiker sagten, dass die massenhafte Datenspeicherung bei Facebook nicht mehr selbst kontrollierbar sei.

Auch bei der Frage, wie das Schulsystem in Zukunft aussehen soll, teilten sich die Ansichten. Julia Loos verteidigte vehement die Annahme, dass sich ein gemeinsames Lernen langfristig positiv auf die Lernleistung der Schüler auswirken würde. Daher sprach sie sich auch für eine Gesamtschule aus. Im Gegensatz dazu stand die Meinung der anderen jungen Politiker. Diese forderten „mehr individuelle Förderung statt Gleichmacherei“. Deshalb lehnten Marc Philipp Janson und Nicolas Katte das Konzept der Gesamtschule ab, die von Julia Loos sogar als „Einheitsschule“ bezeichnet wurde.

Der Anspruch des Projekts, das politische Interesse und Engagement junger Leute zu wecken, wurde erfüllt, was die Beteiligung und das kritische Hinterfragen nach rund zwei Stunden leidenschaftlicher Diskussion bewiesen. Rundum eine gelungene Veranstaltung, die einer Wiederholung bedarf.

 

Johanna Gallé (AG Öffentlichkeitsarbeit)
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