Großes Echo fanden die Juniorwahlen der Unter-Achtzehnjährigen im Vorfeld der Bundestagswahl.
Am 22. September war es soweit: Die Schüler des Gymnasiums am Römerkastell in Alzey durften wählen gehen. Die „Juniorwahlen“ wurden bundesweit für Unter-Achtzehnjährige ausgerufen, und zwar unter echten Wahlbedingungen, also mit Wahleinladung und freier, unmittelbare, geheimer, gleicher und allgemeiner Wahl.
In einem eigens hierfür vorbereiteten Raum, wurden an Computern die Stimmen abgegeben.
Bei den Schülern der 10b,eine der Klassen, die sich intensiv mit dem Thema „Wahlen“ beschäftigt hatte und auch geschlossen zu der Wahl ging, kam die Idee der „Juniorwahl“ sehr gut an.
Dadurch lernen sie besser die Verhältnisse bei einer echten Wahl kenne, meinten Laurena und Alexandra. Zusätzlich können sie am Sonntag die Ergebnisse im Internet nachlesen und direkt nachvollziehen, was ihre Stimmen bewirkt haben.
Trotz allem finden die Unter-Achtzehnjährigen nicht alles toll, was in der Politik geschieht. Der Staat sei nicht transparent genug und die Parteien würden Versprechen machen, die teilweise nicht umsetzbar sein. Uninteressiert können diese jungen Zehntklässler jedenfalls nicht genannt werden. Sie informierten sich über das Fernsehen, den „Wahl-o-mat“ oder durch Parteivorstellungen im Unterricht ausreichend über Parteien und deren Programme.
Die neue Wählergeneration hofft darauf, dass versprochene Änderungen, wie die Abschaffung der Studiengebühren oder Bildungspolitik auf Bundesebene, wirklich umgesetzt werden. Sie setzen darauf, dass die Parteien sich die Ergebnisse ihrer „Juniorwahl“ anschauen und vielleicht der kommenden Generation noch mehr entgegen kommen.
Nora Gersie (AG Öffentlichkeitsarbeit)
