„Launen einer Sommernacht“ – Das diesjährige Chorkonzert begeisterte seine zahlreichen Zuschauer

Das lange Warten hatte sich mal wieder gelohnt: An drei Abenden, vom 8. bis 10. Juni, präsentierte der Chor sein diesjähriges Konzert "Launen einer Sommernacht".

Nach einjähriger Spielpause ist dem Chor des Gymnasium am Römerkastell das perfekte Comeback gelungen: Drei Mal spielte das rund 100 Schüler starke Ensemble vor ausverkauftem Haus. Ihr an den Shakespeare-Klassiker „Ein Sommernachtstraum“ angelehntes Musical „Launen einer Sommernacht“ begeisterte durch die hervorragende Leistung aller Beteiligten.
Der Elfenkönig Oberon (Hans-Helge Bürger) liegt im Streit mit seiner Gattin Titania (Marie-Luise Raumland). Da betreten vier unselig Liebende seinen Wald: Hermia (Franziska Niederauer) soll Demetrius heiraten, liebt aber Lysander (Daniel Kaszner). Und Demetrius (Christopher Rehberg) wird von Helena (Katharina Hasenclever) geliebt, die nun todunglücklich ist. Angestiftet von seinem Hofnarr Puck (Lea Bernhardt) versucht Oberon, mit einem Liebestrank das Gleichgewicht wiederherzustellen. Dabei nutzt er die Gelegenheit, die Elfenkönigin vor dem ganzen Reich bloßzustellen: Sie soll sich in einen Esel verlieben.
Sein Diener Puck findet den geeigneten Kandidaten in einer Gruppe Handwerker. Sie proben im Wald ein Theaterstück für die Hochzeit des Herzogs. Puck verwandelt den einfältigen Handwerker Zettel(Tobias Eßwein) in einen Esel – und sorgt dann dafür, dass die holde Titania in Liebe zu ihm erglüht.
Alle Parallelhandlungen immer wieder zusammenzuführen gelang dem Ensemble maßgeblich über die Musik: Unterstützt von der Ehemaligen-Band und der schuleigenen Technik-AG führten Solisten, Gruppen und Gesamtchor im Wechsel durch das Stück. Mal hoben sie einzelne Aspekte hervor, mal trieben sie die Handlung voran, ab und an kommentierten die Lieder aber auch ironisch das Bühnengeschehen. Egal ob Britney Spears „Baby, one more time“ oder das sanfte „Sacrifice“ von Elton John, die 20 sauber intonierten Songs passten sich stets in die Handlung ein. Neben diversen Tanzeinlagen wurde sogar ein Harfenstück (gespielt von Iris Lenz) geboten.
Den etwa zweistündigen Aufführungen waren harte Proben vorausgegangen. Über ein Jahr lang hatten die Schüler der Klassen zehn bis dreizehn zuvor in jeder freien Minute geübt. Bereitwillig opferten die Jugendlichen unter Leitung von Ramona Haselsteiner Mittagspausen und Freistunden um immer wieder an Szenen und Songs zu arbeiten. Mit Erfolg:
Unbekümmert enthusiastisch ließen die Darsteller schließlich den Zuschauer das Amateurambiente vergessen. Durch die schauspielerische Leistung beispielsweise von Lea Bernhardt und Marie-Luise Raumland saß das Publikum gefühlt schon nach Sekunden auf den Parkettplätzen eines großen Theatersaales. Die „Premiere“ der „tieftragischen“ Handwerkerkomödie am Ende des Konzerts wurde schließlich bei allen Vorstellungen zum Sahnehäubchen und krönendem Abschluss.

Simone Mölbert

Oberon und Puk

Titania und Esel

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