Die Schülerinnen und Schüler der Umwelt-AG bemühen sich um Möglichkeiten des Energiesparens im Alltag.
Was müssen wir tun, um trotz stetig steigender Energiepreise unseren Lebensstandard zu halten? Langsam, aber hartnäckig bahnt sich die Antwort ihren Weg in unser Bewusstsein.
Wir kennen sie ja eigentlich schon lange. Wind- und Solarkraft sind zwar heute schon eine klimafreundliche Alternative, liefern aber längst nicht das Energieaufkommen, das wir verbrauchen. Wir müssen also lernen, sparsamer und vor allem bewusster mit Strom, Heizöl und Erdgas umzugehen. Aber wie?
Weil Verhaltensänderungen nie von heute auf morgen erfolgen, setzt das Gymnasium am Römerkastell schon bei den ganz jungen an: Dieses Schuljahr startete die Umwelt-AG der Schule ein Pilotprojekt mit über 30 Schülern der fünften bis achten Klasse. Vertraglich verpflichteten sich die Kinder, zu Hause möglichst zum Energiesparen beizutragen. Im Gegenzug unterschrieben die Eltern, das dabei gesparte Geld gerecht mit den Sprösslingen zu teilen. Diese Taschengelderhöhung, für die meisten Teilnehmer die größtmögliche Motivation überhaupt, war auch namensgebend für das Programm: „Fifty-Fifty-Projekt“.
Mit Unterstützung der AG lasen die jungen Klimaschützer zunächst drei Monate lang zu Hause den Stromzähler ab. Fast alle erkannten dank gründlicher Schulung bereits in dieser Phase einige Energiesparpotentiale im heimischen Haushalt. Doch bei den guten Vorsätzen sollte es nicht bleiben. Bald schon begann der zweite Teil des Projekts. Binnen weiterer drei Monate machten sich die Schüler ans Werk: Energiesparlampen ersetzten Glühbirnen, sie schalteten Elektrogeräte nicht länger in den Standby-Betrieb, sondern zogen lieber den Stecker, beim Verlassen eines Zimmers knipsten sie das Licht aus.
Jetzt, nach insgesamt sechs Monaten 50/50-Projekt, ziehen die Organisatoren Bilanz. Sie haben dafür die Fragebögen ausgewertet, die die Freiwilligen regelmäßig ausgefüllt hatten. Alles in allem können sie sehr zufrieden sein. Im Schnitt haben die Teilnehmer schon in der Testphase 160kWh Strom eingespart, die Stromrechnung wurde dadurch um 26€ günstiger. Ein Schüler berichtete sogar von einer Ersparnis von knapp 100€! Auch das Feedback bezüglich der Betreuung fiel durchweg positiv aus. Ein Ansporn für die Umwelt-AG, ihr Projekt im nächsten Schuljahr auszuweiten. Einen eigenen Internetauftritt hat sie bereits, was aber unbedingt verbessert werden soll, ist die Einbeziehung der Eltern. Mit Unterstützung der Landeszentrale für Umweltaufklärung soll außerdem ein Konzept erarbeitet werden, wie das Projekt auch in andere Schulen getragen werden könnte. Vorerst aber hoffen die Umweltaktivisten auf eine kleine Belohnung für ihre Bemühungen: Beim Focus-Wettbewerb „Schule macht Zukunft“ hoffen sie auf eine erfolgreiche Teilnahme.
Mehr Informationen unter www.umwelt-ag-alzey.de.tl
Simone Mölbert (AG Öffentlichkeitsarbeit)

