Am Samstag, den 09.08.2008, begann für zwölf polnische Schülerinnen und Schüler der dreiwöchige PAD ( Pädagogischer Austauschdienst) – Kurs zu deutscher Sprache und Landeskunde hier in Alzey, der unter dem Motto „Wir sehen die anderen, die anderen sehen uns!“ steht.
Neben dem Ziel, das „deutsche Leben“ kennenzulernen und die Sprachkenntnisse weiter auszubilden, steht vor allem die Freundschaft im Mittelpunkt. Durch diesen Austausch können internationale Freundschaften entstehen, mehr kann man sich nicht wünschen. Die zwischen 15 und 17 Jahre alten, aus Krakau und Umgebung stammenden Gäste verbringen während ihres dreiwöchigen Aufenthaltes die meisten Tage morgens im Gymnasium am Römerkastell, wo sie an dem Unterricht der Gastgeber teilnehmen, aber auch speziell unterrichtet werden. Nachmittags wird es den polnischen Jugendlichen ermöglicht, die rheinland-pfälzerische Kultur kennen zu lernen, zum Beispiel durch Besuche in die Landeshauptstadt. Bei den Gästen handelt es sich um Schüler, die bei in Polen veranstalteten Sprachwettbewerben am Besten abschnitten und so ein Stipendium zu dieser Sprach- und Kulturreise erlangten, die in den Ferien der Schüler stattfindet. Die deutsche Schule unterscheidet sich sehr von der, die ich zu Hause besuche“, erklärt Karolina Natkaniec, eine der Schülerinnen, die schon seit sechs Jahren Deutsch in der Schule lernt. „Bei uns in Polen sind die Schulen viel kleiner, auf meiner gibt es nur ungefähr 300 Schüler, aber es ist spannend, so viele Leute kennen zu lernen.“ Eine der deutsche Gastschwestern, Kristin Bogdanow, betont die außerordentlich guten Sprachkenntnisse der zwölf Jugendlichen: „Sie reden alle so fließend deutsch, dass man kaum merkt, dass sie gar keine Deutschen sind. Das macht die Kommunikation viel einfacher und es gibt nicht die gewohnte Spannung wie zu Austauschschülern. Am Dienstag, den 12.08.2008 wurden die Gastschüler in freundlicher Atmosphäre von Herrn Landrat Görisch in der Kreisverwaltung Alzey- Worms empfangen. Nachdem alle Fragen der Gastschüler geklärt worden waren, folgte noch ein Gruppenfoto im Freien, damit war der Besuch beim Landrat beendet und es ging weiter im Programm zu einem Besuch in die Alzeyer Innenstadt. In einem sind sich alle, Gastschüler und Gastgeber, einig: Das Motto „Wir sehen die anderen, die anderen sehen uns“ wird bereits nach weniger als einer Woche schon erfüllt und die verbleibende Zeit vor der Rückreise nach Polen wird auf jeden Fall genutzt werden, um noch mehr Neues zu erfahren und Freundschaften auszubauen.
Eva Pfister (AG Öffentlichkeitsarbeit)

