Am 12. April 2010 hatten drei Leistungskurse der MSS 12 die Möglichkeit, einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Ernst Th. Rietschel, dem Präsidenten der Leibniz – Gemeinschaft, zum Thema „Zukunft und Grenzen der Wissenschaft“ zu folgen.
Der Besuch des Wissenschaftlers, der u.a. Träger des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse ist, wurde von Herrn Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann initiiert.
Im Zusammenhang mit einem bevorstehenden Fachkräftemangel appellierte Herr Prof. Rietschel an die Schüler, ihr erworbenes Wissen zu nutzen und die dazugehörige Verantwortung wahr zu nehmen. und sich auch ein eigenes Bild von den Zuständen zu machen, die auf belegtem Wissen basieren.
Als überzeugter Europäer sieht er nur gemeinsam eine Chance, den bevorstehenden Problemen wie Klimaschutz und alternder Gesellschaft entgegen zu wirken. Herr Rietschel, dessen Fachgebiete Immunchemie und biochemische Mikrobiologie sind, verdeutlichte den Nutzen neuer Innovationen am Beispiel der grünen Genforschung. Dabei stellte er klar, dass es sich hierbei nicht nur um Genmais handle. Denn ein Problem der heutigen Zeit liegt vor allem bei den Medien, die sich die spektakulärsten Themen aussuchen und somit den Menschen Angst einjagen. Im Endeffekt kann nicht mehr zwischen richtig und falsch entschieden werden. Herr Rietschel bedauerte hierbei, dass „ein Humus der Feindlichkeit gegen eine Technologie“ entstünde. Er gesteht aber auch ein, dass es auch die Wissenschaft versäumt hätte, zwischen den verschiedenen Gentechnologien zu unterscheiden.
In einer Abschlussdiskussion konnten die Schüler dem Wissenschaftler noch ihre Fragen stellen. Des Weiteren bleibt zu hoffen, dass der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft noch einmal zum Gymnasium am Römerkastell kommen wird, um einen Vortrag über die Gleichstellung und Chancen von Frauen in der Wissenschaft zu halten.
Nora Gersie und Mirja Domis
