Auch dieses Schuljahr bot die schon seit einiger Zeit bestehende gute Beziehung unserer Schule zu der Iroquois High School in Louisville (Kentucky) im Rahmen eines von Frau Jannsen und Herrn Dr. Schmal organisierten, dreiwöchigen Schüleraustausches sieben amerikanischen Schülern im Alter von 15 bis 17 Jahren die Möglichkeit, die deutsche Sprache und Kultur kennenzulernen.
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Die meisten deutschen Schüler waren ihrerseits zuvor in Louisville gewesen und nahmen nun ihre Gastschüler vom 18. September bis zum 8.Oktober 2011 bei sich zu Hause auf und integrierten sie in ihren typischen „deutschen“ Alltag. Die Jugendlichen aus Kentucky sollten einen authentischen Eindruck von unserem Leben, unseren Bräuchen und unserer Kultur gewinnen und daran teilhaben können.
Die Ankunft der amerikanischen Gäste stellte eine große Hürde dar: Wegen eines technischen Defekts an einer der Maschinen verspätete sich die Ankunftszeit um ca. acht Stunden. Für die amerikanischen Schüler, von denen kaum einer vorher außerhalb der USA gereist war, bedeutete dies eine Reisedauer von insgesamt 22 Stunden; ein Abenteuer, das natürlich viel Aufregung, und später, unterstützt durch den Jet-Lack, große Müdigkeit verursachte.
Umso schöner war dann der Empfang, als die Louisviller endlich in Frankfurt eintrafen und von den Alzeyer Schülern willkommen geheißen wurden. Ein Glück auch, dass die Ankunft sonntags war, sodass die Gastkinder den restlichen Tag in ihren Familien verbringen konnten.
Ab Montag begann dann ein vielseitig gestaltetes Programm sowohl für die deutschen als auch amerikanischen Schüler, eröffnet mit der freundlichen Begrüßung an unserer Schule durch den Schulleiter Herrn Langkabel und den Alzeyer Landrat und einer umfangreichen Stadtführung durch Alzey. Die restliche Zeit begleiteten die Gäste unsere Schüler in den Unterricht, der sich in vielen Aspekten sehr von dem amerikanischen unterscheidet.
Viele tolle kulturelle Ausflüge folgten, wie z.B. eine Schifffahrt auf dem Rhein mit anschließender Besichtigung der Burg Rheinfels, eine Stadtführung durch Mainz mit einem Besuch des Landesparlaments, ein Besuch des Gutenberg-Museums in Mainz, in dem die Schüler selbst Drucke anfertigen konnten und einer Führung durch das Konzentrationslager in Osthofen. Das hautnahe Erleben europäischer Geschichte war für die Gastschüler sehr faszinierend und auch wir deutschen Schüler waren immer wieder beeindruckt, was unser Land doch alles an Schönem und Interessantem zu bieten hat!
Durch die vielen Ausflüge und Freizeitveranstaltungen, u.a. ein Besuch des Barfußpfades und einer Bowlingbahn wuchs die Gruppe bald zu einem tollen Gefüge zusammen und immer häufiger wurden die Abende auch noch gemeinsam verbracht. Bei Lagerfeuer, DVD-Abend, Shopping oder gemeinsamen Eis-Essen entstanden viele gute Gespräche, in denen jeder eine Menge von der anderen Mentalität lernte und profitierte. Vor allem aber die Gemeinschaft, zusammen zu singen, zu spielen und zu lachen, hat eine wunderbare Atmosphäre entstehen lassen
Kein Wunder also, dass sich am letzten Tag des Austauschs, der mit einer Abschiedsparty die vergangenen drei Wochen abrundete und allen eine schöne letzte gemeinsame Zeit ermöglichte, leise schon ein bisschen Wehmut in die fröhliche Stimmung schlich.
Umso tränenreicher war der letzte Abschied am Flughafen, als jedem bewusst wurde, wie schnell diese Zeit doch vergangen war und wie sehr ein anfangs fremder Gastschüler von einem anderen Kontinent, mit anderen Gewohnheiten, doch so vertraut und zu einem Teil der Familie geworden ist!
Wiebke Seiler-Knodt (AG Öffentlichkeitsarbeit)
