Am 26.09.2010 standen 17 Schüler einschließlich 2 Lehrern am Frankfurter Flughafen und warteten ungeduldig auf ihren Flug nach Chicago, von dort sollte es dann weiter nach Louisville, Kentucky gehen.
Nach einem 11-stündigen Flug kamen wir schließlich müde, aber dennoch sehr glücklich in Louisville an, wo wir von unseren jubelnden Gastfamilien und Austauschschülern herzlich in Empfang genommen wurden. „Iroquois High welcomes German students“- so lautete eines der vielen Plakate, mit denen uns die Amerikaner begrüßten. Dann ging es erst mal zu den Gastfamilien nach Hause, wo die meisten erschöpft ins Bett fielen.
Nach einer kurzen Nacht, manche mussten bereits um 5.00 Uhr aufstehen, da die Entfernungen zwischen Wohnort, Schule etc. sehr weit auseinander liegen, ging es gleich in die Schule. Dort hatten die amerikanischen Lehrer sowie Schüler ein Willkommensfrühstück für uns vorbereitet, danach wurden wir unseren Austauschschülern („Shadows“) zugeteilt. Mit ihnen besuchten wir die nächsten 3 Wochen den Unterricht. Die Schule beginnt an der Iroquois High bereits um 7.40 Uhr und endet um 14.20 Uhr, des Weiteren beträgt eine Schulstunde 70 Minuten. Der Stundenplan eines Schülers ist jeden Tag gleich, er beinhaltet jedoch auch kreative Fächer wie z.B. „Orchestra“, „Yearbook“ oder auch „Drama Club“, was uns sehr gefallen hat.
Die meisten Shadows begleiteten uns auch auf die Ausflüge, die auf dem Programm standen. Sie beinhalteten sowohl Soccer- und Footballgames der eigenen Schulmannschaften sowie Besuche des Zoos, der Mammoth Caves, die größten unterirdischen Höhlen der Welt und einer Fahrt auf dem Ohio River mit der „Belle of Louisville“, einem alten Dampfschiff. Ebenfalls haben wir „My Old Kentucky Home“ besichtigt, das Lied davon ist die offzielle Hymne von Kentucky und wir bekamen jeweils eine Postkarte mit dem Liedtext als Andenken. Außerdem fuhren wir nach Frankfort, die Hauptstadt von Kentucky, wo eine Führung durch das State Capitol geplant war. Dort trafen wir auf die Senatoren Julian M. Carroll und Perry B. Clark, die uns viel über ihre Arbeit und den Staat Kentucky erzählten. Danach bestand die Möglichkeit, das Museum über Kentucky zu besichtigen. Zu den jeweiligen Zielorten transportierte uns ein typisch amerikanischer Schulbus. Ein besonderes Erlebnis war der Besuch des Bürgermeisters von Louisville, der uns mitteilte, dass wir nun zwar Ehrenbürger der Stadt Louisville seien aber dennoch keine Steuern zahlen müssten, worüber wir uns sehr gefreut haben. Darüber hinaus wurden wir auch noch Ehrenschüler des Jefferson County Public Schools District.
Unabhängig von den geplanten Ausflügen innerhalb der Gruppe unternahmen wir auch separat noch andere Ausflüge mit unseren Gastfamilien, viele Schüler fuhren nach Nashville oder Cincinnati, andere aber verschlug es nach New York und Washington D.C.
Ein sehr beeindruckendes Erlebnis war auch Louisville Downtown, bei dem bei vielen Schülern ein Besuch im Hard Rock Cafe auf der Tagesordnung stand. Besonders die Skyline und die direkte Lage am Ohio River haben es uns angetan, woraufhin es uns an einem Abend an den „Waterfront Park“ getrieben hat, hier spielen verschiedene Bands direkt am Wasser, was ein unvergessliches Erlebnis war. Auch die kulinarischen Eindrücke werden uns in Erinnerung bleiben, vor allem die vielfältige Auswahl an diversen Schnellrestaurants kannten wir in diesem Ausmaß noch nicht. Zu den Lieblingsbeschäftigungen zählte vor allem das Shoppen in den großen Malls.
In den drei Wochen haben wir viele positive Eindrücke des Landes gewonnen, sowie den „American Way of Life“ kennengelernt und sind in eine völlig neue Kultur eingetaucht. Wir sind sehr dankbar dafür, dass wir von den Amerikanern mit offenen Armen empfangen wurden und wir drei unvergessliche Wochen mit ihnen erleben durften, in denen viele neue Freundschaften geknüpft wurden. Dementsprechend schwer und tränenreich verlief dann auch der Abschied. Jedoch wissen wir, dass wir jederzeit willkommen sind und immer ein „Kentucky Home“ haben werden. Dies werden auch sicherlich viele von uns nutzen!
Maike Maslejak und Constance Knappe
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