Im April besuchten elf Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 das Agneberg Gymnasium in Uddevalla und lernten die schwedische Lebensweise genießen.
Schweden – mehr als nur Ikea? Diese Frage stellten sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 des Gymnasiums am Römerkastell, bevor sie zusammen mit den betreuenden Lehren Frank Nachtsheim und Stefan Wieloch ihren Gegenbesuch im Rahmen des Schüleraustausches mit dem Agneberg Gymnasium in Uddevalla in Schweden antraten. In der Zeit vom 21. April bis zum 28. April 2009 lebten die elf Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien und hatten somit die Möglichkeit, die schwedische Sprache und Kultur näher kennenzulernen. Nach der Besichtigung des örtlichen Gymnasiums folgte eine umfangreiche Einführung in das schwedische Schulsystem. Außerdem wohnten die deutschen Gäste einzelnen Unterrichtsstunden bei. Zutiefst beeindruckt waren die Schülerinnen und Schüler von der vorhandenen schulischen Ausstattung: Sowohl Tanzsäle als auch Theaterbühnen und großzügig gestaltete Kunsträume gehören zur Grundausstattung des Agneberg Gymnasiums. Die deutschen Besucher erfuhren, dass das dortige Schulsystem grundlegend anders organisiert ist: Alle Schüler besuchen bis zur neunten Klasse den Unterricht gemeinsam; so soll ein einheitliches Bildungsniveau sichergestellt werden. Die sich anschließende schulische Ausbildung ist berufsorientiert ausgerichtet und soll den Einstieg in das spätere Arbeitsleben erleichtern. Insgesamt hinterließ der Besuch bei den deutschen Schülerinnen und Schülern den Eindruck, dass der schwedische Schulalltag stressfreier und entspannter abläuft als in Deutschland. So stellt Lea Bernhardt neidvoll fest, dass „die schwedischen Schüler offensichtlich selbstständiger arbeiten können und mit weniger Leistungsdruck konfrontiert werden“. Ferner bestand auch die Möglichkeit, die Naturschönheiten Schwedens zu bewundern, denn Ausflüge nach Smögen oder die Besichtigung alter Fischerdörfer an der Küste standen auf dem Programm. Ein weiteres Highlight war eine Fahrt nach Göteborg. Hier hatten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die Stadt mit ihren Sehenswürdigkeiten zu erkunden und sich mit dem schwedentypischen Warenangebot vertraut zu machen. Anna Marie Räder fasst den gelungenen Austausch so zusammne: „Ich bin froh dass ich dieses Schulangebot wahrgenommen habe, da man als normaler Tourist kaum die Gelegenheit hat, die Mentalität und Lebensweise der Schweden so hautnah mitzuerleben.“
Lea Bernhardt (AG Öffentlichkeitsarbeit)

