Unser Austausch in Polen 2026

Wir, 15 SchülerInnen aus den Klassenstufen 10 und 11 des Gymnasiums am Römerkastell Alzey, trafen uns am 29. Januar morgens am Frankfurter Flughafen und flogen mit unseren beiden Lehrern, Herrn Dworaczek und Herrn Maas, mit der Lufthansa nach Krakau. Nach dem Flug fuhren wir noch etwa 2 Stunden mit einem Bus gemeinsam zum Liceum Ogólnokształcące im Pawła Stalmacha in Wisła, wo wir freudig von unseren GastschülerInnen empfangen wurden. Es gab einige traditionelle Spezialitäten und andere Kleinigkeiten zu essen. Hier verbrachten wir den restlichen Nachmittag mit viel Erzählen und Kennenlernspielen. Am Abend wurden alle von ihren Gastfamilien aufgenommen.

Am nächsten Tag trafen wir uns in der Schule und starteten mit weiteren Kennenlern- und Integrationsspielen, bei denen wir nicht nur unsere Austauschpartner*innen besser kennenlernen konnten, sondern auch einige, für uns teilweise sehr kompliziert auszusprechende, polnische Wörter lernen konnten. Von unseren Austauschpartner*innen wurden wir durch die Schule geführt und nahmen teilweise an ein paar Unterrichtsstunden teil.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden wir von der stellvertretenden Bürgermeisterin empfangen. Danach bekamen wir von unserer polnischen Partnerschule eine kleine Stadtführung. Wir sahen beispielsweise die Schokoladenfigur vom Skispringer Adam Małysz und schauten uns die verschiedenen Skisprungschanzen von unten und oben an. Den Abend sowie das kommende Wochenende verbrachten wir in den Familien, mit denen man individuelle Dinge unternahm. Einige waren Skifahren, andere wandern, Städte besichtigen, Bowling spielen,…

Montagsmorgens trafen wir uns in der Schule und fuhren los, um das Konzentrationslager Auschwitz Birkenau zu besichtigen. Dort hatten wir eine Führung durch beide Konzentrationslager. Es war ein sehr prägender Aufenthalt, eine sehr bedrückende Stimmung und zudem extrem kalt bei -11°. Nach der Führung fuhren wir weiter nach Krakau, wo wir eine Nacht verbrachten. Im Hotel sprachen wir noch einmal über all unsere Gedanken, Gefühle und Emotionen rund um das Konzentrationslager, was das Verarbeiten der vielen Informationen und Eindrücke erleichterte.

Abends waren wir in Kleingruppen in Krakau unterwegs, waren essen und die schöne Stadt bei Nacht bewundern. Am zweiten Tag in Krakau machten wir zuerst eine Rallye durch die Stadt. Nach dem Mittagessen hatten wir Zeit, unabhängig in der Stadt unterwegs zu sein, zu essen, zu shoppen, Souvenirs zu kaufen… Diese „Reise in der Reise“ war auf jeden Fall ein Highlight des Austauschs.

Am vorletzten Tag fuhren wir von der Schule nach Górki Małe in eine Brothütte, in der wir Butter, Quark und Brot in Form von Flammkuchen, traditionell wie früher, selbst herstellten und noch weiteres traditionelles Essen aßen. Weiter ging es nach dem Mittagessen mit Schlittschuhlaufen und einer Besichtigung der Grenzstadt Teschen (Cieszyn), eine Stadt, die durch einen Fluss in Tschechien und Polen geteilt ist. Einige von uns gingen dort auch nochmal kurz nach Tschechien.

Den letzten Abend verbrachten wir noch einmal in unseren Gastfamilien. Bei vielen gestaltete sich dieser folgendermaßen: einfach nochmal zusammen zuhause sein, plaudern, traditionelles Essen essen und Spaß haben, bevor es dann am nächsten Morgen wieder über Krakau mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland ging.

Rückblickend war es eine erlebnisreiche Woche, die auch besondere Ereignisse wie den ersten Flug, ein in Deutschland liegengebliebener Koffer und extreme Kälte beinhaltete.

Es war ein sehr schöner Austausch, gefördert von Erasmus+, der viel Spaß machte, tolle Aktivitäten bot und neue internationale Freundschaften knüpfte. Wir freuen uns schon sehr auf den Rückbesuch aus Polen im Mai!

Susanne Petry, 10d

Fotos: J. Maas

Anmerkung: Von der Europäischen Union finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen entsprechen jedoch ausschließlich denen des Autors bzw. der Autoren und spiegeln nicht zwingend die der Europäischen Union oder der Nationalen Agentur wider. Weder die Europäische Union noch die Nationale Agentur können dafür verantwortlich gemacht werden.

 

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