Verkehrserziehungstag für die sechsten Klassen

„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“. Dies galt auch für den alljährlichen Verkehrserziehungstag für die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen. An sechs verschiedenen Stationen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, Nützliches rund um das verkehrssichere Fahrrad, das richtige Verhalten bei einem Unfall und rechtliche Fragen rund um den Straßenverkehr zu erfahren.

Alle acht sechsten Klassen des Römerkastells absolvierten am Dienstag, den 14. Juli 2015, in der Zeit von 8 Uhr bis 15.30 Uhr ein umfangreiches Programm. Unterstützt wurden die Lehrer der Schule von externen Experten, wie beispielsweise der Polizei. Heike Baumann und Daniela Bauer, Verkehrssicherheitsberaterinnen der Polizei, zeigten den Jugendlichen einen etwa viertelstündigen Informationsfilm als Ausgangspunkt für ein gemeinsames Gespräch rund um rechtliche Fragen im Straßenverkehr. Welche Regeln muss man als Verkehrsteilnehmer beachten? Ab welchem Alter sind Jugendliche strafmündig? Was ist der Unterschied zwischen einer Straftat und einer Ordnungswidrigkeit? Die beiden Polizistinnen beantworteten aber auch allgemeine Fragen zur Polizei und der Berufsausbildung. „Natürlich gibt es auch ruhigere Gruppen, aber häufig reicht die Dreiviertelstunde gerade aus, um alle Fragen der Kinder zu beantworten. Ich bin sehr zufrieden“, resümiert Heike Baumann. Unter dem Motto „Sicher ist cool“ informierte Röka-Lehrer Dirk Oldigs über Helmpflicht und Helmsicherheit. Dabei wurden die von den Jugendlichen mitgebrachten Fahrradhelme auf ihre Tauglichkeit untersucht. In der aktiven Rolle waren dann die Schüler beim Fahrradturnier, das eine Doppelstunde umfasste. Frank Dienel, Verkehrsleiter beim Alzeyer Automobilklub, erläuterte, dass es bei dem Parcours nicht um Schnelligkeit, sondern um Geschicklichkeit gehe. „Blicktechnik, Verkehrsbeobachtung und Lenkverhalten stehen im Fokus“, erläuterte er engagiert. „Diese Station macht mir besonders viel Spaß“, gab Marcel Frizler aus der Klasse 6d zu, wenn  er auch gestehen musste, noch Schwierigkeiten bei Balanceübungen zu haben. Auch die richtigen Handzeichen zu geben sei gar nicht so einfach, so der Sechstklässler weiter. Entsetzt bemerkte Frank Dienel, dass die Bremsen vieler Räder, die die Schüler an diesem Tag von zu Hause mitbrachten, nicht in Ordnung waren. Dies war dann die Aufgabe der Fahrradwerkstatt, wo die beiden Lehrer Jochen Marx und Frank Nachtsheim über das verkehrssichere Fahrrad informierten und Möglichkeiten aufzeigten, kleine Reparaturen am Rad selbst durchzuführen.  Die Schüler des Schulsanitätsdienstes ließen ihre Mitschüler in kleinen Rollenspielen das richtige Verhalten bei einem Unfall erproben und die letzte Station mit dem Titel „Balance und Inliner“ forderte die Jugendlichen noch einmal heraus, ihre Geschicklichkeit unter Beweis zu stellen und weiter zu schulen. Sowohl in der Turnhalle als auch auf dem Pausenhof war ein Hindernisparcours aufgebaut, bei dem es galt, das Ziel sicher zu erreichen. Spielerisch ging es in der Turnhalle zu, wo die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt wurden. Während die eine Schülergruppe die Hindernisse überwinden musste, um die fiktive Burg zu erstürmen, sollten ihre Mitschüler sie immer wieder stören. Nach dem ersten Durchgang wurden die Rollen getauscht und mit vollem Elan probierten nun die nächsten Jugendlichen ihr Glück. Lehrerin Kornelia Kopf übte mit den Schülern auf dem Hof das Kurvenfahren mit den Inlinern, auf dem Skate- oder Waveboard. „Sollte der Sturz dennoch unvermeidbar sein, kommt es auf die richtige Falltechnik an“, erklärte die Sportlehrerin.

Das Fazit aller fällt am Ende des langen Tages positiv aus. Bleibt zu hoffen, dass mit Unterstützung der Schule die Jugendlichen sich sicher durch den Straßenverkehr bewegen.

Christina Froesch

Verkehrserziehung2_2015

BACK