Am 23. Februar 2010 zeichnete die Unesco im Rahmen der Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ wieder Projekte aus, die zum nachhaltigen Umgang mit Rohstoffen und Energie beitragen. Unter den Preisträgern war, wie im vergangen Jahr auch schon, die Umwelt- AG des Gymnasiums am Römerkastell unter der Leitung von Lutz Quester. Im Rahmen der Bildungsmesse didacta auf der Messe Stuttgart wurden über 100 Projekte ausgezeichnet. Die Dekade für „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ geht noch bis zum Jahr 2014 und hat die Zielsetzung, Menschen für den sinnvollen Umgang mit Energie und Ressourcen zu sensibilisieren. Eben dieses Ziel hat auch das Projekt der Umwelt-AG mit dem Titel „Win-win. Mäuse sparen, Eisbären retten.“. Das Projekt wird seit mehreren Jahren in der Schule durchgeführt. Teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe zusammen mit ihren Eltern. Die Teilnehmer unterschreiben zu Beginn des Projektes einen Vertrag. Denn das Ziel des Projektes ist nicht nur das Einsparen von Energie, sondern auch einen Anreiz für die Kinder zu schaffen bei win-win teilzunehmen. Wie der Titel schon sagt, sollen Mäuse, also Geld, gespart werden und die Hälfte des eingesparten Geldes fließt direkt in die Taschen der Kinder. Mit dem unterschriebenen Vertrag geht es dann los: In den ersten Monaten wird nur der Stromzähler abgelesen, damit man dann während der Einsparphase vergleichen kann, wie viel Energie man tatsächlich eingespart hat. Die Idee hinter dem Projekt war, Kindern zu zeigen, mit welch einfachen Mitteln man Energie sparen kann. Die Mitglieder der Umwelt-AG hoffen, dass möglichst viele der Teilnehmer auch weiterhin Energie sparen und das Projekt keine einmalige Sache bleibt. Mittlerweile gibt es schon in ganz Rheinland- Pfalz weitere Schulen, die das Projekt ebenfalls ausprobieren. Der Grund, warum die AG schon zum zweiten Mal ausgezeichnet wird, ist die stetige Weiterentwicklung der Idee. So besuchen die Schülerinnen und Schüler seit Neustem auch Haushalte mit einer Wärmebildkamera, um „Energiefresser“ ausfindig zu machen. Der Einsatz hat sich gelohnt. Das win-win Projekt darf sich auch im nächsten Jahr offizielles Projekt der UNESCO-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ nennen.
Anna Goetsch (AG Öffentlichkeitsarbeit)
