Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a beschäftigten sich am Montag, den 5. Mai 2014, zusammen mit ihrer Klassenleiterin Isabelle Reidenbach in einem vierstündigen Workshop mit dem Thema „Datensicherheit im Internet“. Thema waren aber auch die Sicherheitsrisiken beim Gebrauch verschiedener Apps, also den einzelnen Programmen auf einem Smartphone.
Die Initiative hierzu ging eigentlich von den Eltern der Jugendlichen aus. Die Lehrerin erzählt, dass diese sie auf dem ersten Elternabend in diesem Schuljahr fragten, ob es nicht möglich sei, die Schüler zu diesem wichtigen Thema zu informieren. Dieser Bitte kam Isabelle Reidenbach gerne nach und nahm Kontakt zum Landesbeauftragten für Datenschutz Rheinland-Pfalz auf, der schließlich auch den Workshop veranstaltete. Bundeslandweit werden diese Workshops angeboten, um die Schüler zu sensibilisieren, was mit ihren Daten im Internet passieren kann und wer häufig hinter einem Missbrauch steht.
Als Vorbereitung auf diesen Workshop verzichtete die gesamte Klasse über Ostern für zwei Tage auf ihr Handy oder Smartphone. „Die Erfahrungen hierzu waren positiv: Den Schülern fiel der Verzicht nicht schwer und gerade über die Feiertage nutzten sie sie die „freie“ Zeit, um sich intensiver mit der eigenen Familie zu beschäftigen. Einige Schüler verarbeiteten ihre Erfahrungen in Aufsätzen zu diesem Thema; eine Schülerin schrieb sogar einen mehrseitigen Bericht aus der Sicht des verlassenen Handys“, erzählt die Klassenlehrerin schmunzelnd, die sich ebenfalls zwei handyfreie Tage verordnete.
Nach dem Erfahrungsaustausch ging es im zweiten Teil des Workshops darum, wer an Daten, die wir im Internet hinterlassen, interessiert ist und warum. Genannt wurden zukünftige Arbeitgeber, Werbefirmen aber auch Kriminelle.
Danach demonstrierte die Referentin Lena Wagner, wie leicht man Informationen über einen Menschen erhält, der im Internet aktiv ist. Weitere Themen waren das Recht am eigenen Bild, bessere Möglichkeiten, die eigenen Daten zu schützen, Cybermobbing und Gefahren rund um den Gebrauch von Whatsapp. So war den Schülern überhaupt nicht bewusst gewesen, dass sie durch den Gebrauch dieser App dem Urheber weitreichende Rechte über das eigene Handy einräumen, so dass dieser selbstständig mit diesem agieren kann.
Die Schüler waren nach diesem Workshop beeindruckt und schockiert, welche Gefahren im Internet lauern und wie schnell Daten geklaut werden können. So Franziska Klein am Ende: „Ich finde es gut, so ein Datenschutzprojekt zu machen, da ich nicht wusste, wieviel man durch die Internetspuren herausfinden kann.“ Auch den anderen Schülern waren vorher die Gefahren nicht bewusst. Sophie Lindmayer nimmt sich fest vor „Ich werde in Zukunft auf jeden Fall besser auf meine Daten aufpassen, also nicht mehr so viel Persönliches in sozialen Netzwerken schreiben und die Datenschutzeinstellungen an meinem Handy verbessern.“
Andra Karetta (AG Öffentlichkeitsarbeit)
